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Reisetipp Namibia

Geparden - Reisetipp Namibia Namibia bzw. Republik Namibia liegt im südlichen Teil Afrikas zwischen den Staaten Angola, Botswana, Sambia, Südafrika sowie dem Atlantischen Ozean. Damit ist es das einzige Land der Erde mit vier Grenzen. Der Name „Namibia“ geht auf die Namib-Wüste zurück, die den Großteil des Staates bedeckt. Aufgrund dessen ist Namibia selbst auch nur dünn besiedelt – etwa 2,1 Mio. Men-schen kommen auf die ca. 824.292 km². Rund 44 Prozent wohnen in den Gebieten Omusati, Oshana,

Ohangwena und Oshikoto, 33 Prozent in Zentralnamibia, vor allem in Windhoek (über 300.000), und nur 7 Prozent im Süden. Der Westen sowie die Wüstengebiete sind, außer den Hafenstädten, unbewohnt. Zwischen Namibia und Botswana im Osten befindet sich die Kalahari-Wüste, im Süden an der Grenze zu Südafrika der Fluss Oranje (Orange River), im Westen der südliche Atlantik und im Norden nahe Angola der Kunene- sowie der Okavango-Fluss. Beim Caprivizipfel handelt es sich um eine Ausbuchtung in Form eines Gipfels, die sich im Nordosten zwischen den Grenzstaaten Angola du Sambia erstreckt. Im Gegensatz zu den Grenzflüssen sowie dem Kwando und Kavango im Caprivi-Gebiet verfügen die anderen zahlreichen Flüsse des Landes ausschließlich in der Regenzeit über Wasser. Zwei Wüsten prägen das Land – die Namib im Westen, welche von Nordkap bis nach Angola reicht sowie die östlich gelegene Kalahari Wüste. Dazwischen liegt das Binnenhochland mit bis zu 2000 m Höhe (um die Hauptstadt Windhoek). Die höchste Erhebung Namibias ist der 2600 m hohe Königstein im Brandbergmassiv. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der internationalen Armutsgrenze. Die HIV/AIDS-Rate liegt bei 14,3 Prozent.

Das Klima Namibias

In Namibia herrscht weitestgehen ein subtropisches Klima, das sich jedoch zwischen den Regionen stark unterscheidet. In den beiden Wüsten ist das Klima annähernd identisch. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 25°C und 30°C. Im Winter kann es nachts durchaus zu Minustemperaturen kommen. Vor allem in den Wintermonaten sind Temperaturschwankungen von bis zu 20 °C innerhalb weniger Stunden üblich. Im Binnenhochland sind sogar Frost oder Schneefälle möglich. Im Gegensatz zu den trockenen Wüsten regnet es im Caprivi-Streifen häufig, weshalb Sie hier Flüsse und dichten tropischen Regenwald mit hoher Luftfeuchtigkeit. An der Atlantikküste ist es dank des kalten Benguelastroms stets neblig und im Sommer angenehm kühl, immer Winter jedoch recht kalt. Der Großteil Namibias befindet sich im tropischen Sommerregengebiet, d.h. hier gibt es zwischen November und April starke Niederschläge.

Namibias Tierwelt

Eine artenreiche Tierwelt können Sie in den zahlreichen Nationalparks und Naturschutzgebieten beobachten. Im Etosha National Park z.B. sind Springböcke, Gemsböcke, Zebras, Streifengnus, Kuhantilopen, Bergzebras, Löwen, Geparden oder Leoparden beheimatet. Auf dem Waterberg-Plateau leben geschützt viele gefährdete Tierarten, wie verschiedene Antilopen- und Büffelarten sowie das Breitmaulnashorn. Bei Cape Cross an der Skelettküste handelt es sich um eines der größten Seehundschutzgebiete weltweit. Auch Vogelfans können in Namibia einiges erleben. Hier haben sich mehr als 600 Vogelarten besonders in der Kavango & Zambezi Region angesiedelt, wie Gabelracken, Pygmäengänse und Blaustirn-Blatthühner. Auch im Etosha National Parkoder in den Wüstenregionen finden sich Flamingos oder Raubvögel. Das Wappentier Namibias, den afrikanischen Adler, können sie mit Glück an Seen, Flüssen und in Sumpfgebieten beobachten.

Sehenswürdigkeiten des Landes

Wie bereits erwähnt verfügt Namibia über zahlreiche Nationalparks bzw. Naturschutzgebiete. Der größte und wichtigste davon ist der Etosha National Park im Norden des Landes mit seiner artenrei-chen Tierwelt, die es zu schützen gilt. Hier haben Sie zudem die Möglichkeit, an Safaris teilzunehmen und die Säugetiere aus nächster Nähe zu bewundern.

Die Stadt Swakopmund an der Atlantikküste begeistert durch deutsche Architektur und ist eines der bevorzugten Reiseziele in Namibia. Sehenswert sind das alte Gefängnis, das Wörmannhaus, das National Marine Aquarium, die Kristall-Galerie und das Transport Museum. Der Fish River Canyon ist der größte Canyon Afrikas, 160 Kilometer lang, 27 Kilometer breit und rund 550 Meter tief. Hier gibt es Touren entlang des Canyons.

Das Kaokoland ist ein ca. 50.000 km² großes trockenes Gebiet im Nordosten und ist bekannt für seinen Wildbestand. Neben Nashörnern sind hier vor allem auch Wüstenelefanten anzutreffen.

Die heißen Quellen von Ai-Ais (dt. „siedend heiß“) liegen inmitten der Wüste. Die Durchschnittstemperatur des Wassers beträgt 60°C, seine heilende Wirkung ist schon in Legenden und Überlieferungen festgehalten.