Dominikanische Republik

Dominikanische Republik10/19/2015 – Eigentlich wollte ich nur Überstunden abfeiern und buchte eher zufällig einen All-inclusive-Urlaub über 10 Tage in der Dominikanischen Republik, der zweitgrößten Antilleninsel der Karibik. Die Hotelanlage befindet sich an der Nordküste, mitten in der Ortschaft Sosua und verspricht einen gemütlichen Strandurlaub mit Sonne, Sand und Meer.

Vom nahe gelegenen Flughafen Puerto Plata (POP) ging es nach 9 Stunden Flug in das Hotel und danach erst einmal an den feinsandigen Strand. Das Casa Marina Beach ist großzügig angelegt und bietet sowohl Familien wie Alleinreisenden einen angenehmen Aufenthalt.
Allerdings gehöre ich persönlich eher zu der neugierigen Sorte von Touristen und beschloss, nach etwa drei Tagen am Buffet und der Strandbar, dass es Zeit sei, die Umgebung zu erkunden.

Mein erster Weg führte mich zu einem Haus oder eher einer Kathedrale der besonderen Art, die sich in Sosua befindet. Mundo King ist das Bauwerk eines schon vor vielen Jahren in die Karibik ausgewanderten Deutschen, das Hunderte Werke haitianischer Kunst beherbergt und ein paar UFOs! Der Besitzer, Rolf, beauftragte im Laufe der Jahre immer wieder haitianische Künstler mit der Fertigung von Statuen und Gemälden. Haiti ist das westlich gelegene Nachbarland der Dominikanischen Republik auf der Insel Hispaniola.

Wohl nirgendwo anders auf der Welt werden so viele haitianische Kunstwerke versammelt sein wie hier im Mundo King von Sosua. Was die UFOs betrifft, verhält es sich so, dass Rolf an die Existenz Außerirdischer und deren regelmäßigen Besuche auf der Erde glaubt. Darum ließ er einige Nachbildungen derer UFOs anfertigen, die er glaubte, gesehen zu haben. Der Eintritt in das Mundo King ist frei, Rolf freut sich jedoch über eine kleine Spende.

Fast ebenso einmalig ist die Seilbahn in Puerto Plata, zumindest in der Karibik. Puerto Plata ist die Provinzhauptstadt der Region mit internationalem Flughafen, der wöchentlich viermal aus Deutschland angeflogen wird. Der Pico Isabell de Torres ist der Hausberg der Stadt und ist mit Puerto Plata durch eine Seilbahn verbunden.

Auf dem Gipfelplateau befindet sich ein botanischer Garten und eine kleine Version der Christusstatue von Rio de Janeiro. Wirklich interessant ist zudem der herrliche Rundblick über die Küste und das Hinterland. Der Besuch der Seilbahn und des Berges sollte so früh wie möglich am Tag erfolgen, möglichst ab 9 Uhr, da sich der Pico Isabell de Torres zu späteren Tageszeiten gerne in Wolken hüllt.

Obwohl die Dominikanische Republik eher für ausgedehnte Strandurlaube bekannt und ihre feinsandigen Strände berühmt ist, weist die Nordküste zusätzlich im Hinterland eine bergige und gleichzeitig dschungelartige Vegetation auf, die alles beinhaltet, was einen Regenwald ausmacht. Dazu gehören auch im Urwald versteckt gelegene Wasserfälle. Nur wenige Kilometer von Puerto Plata in Richtung Santiago befindet sich die Ortschaft Damajaqua, die den Ausgangspunkt für eine Flusswanderung darstellt, die sich über mehrere Kilometer erstreckt und tatsächlich 27 kleinere und größere Wasserfälle beinhaltet, unter denen es sich wunderbar baden lässt.

Puerto Plata selbst besitzt einen schön gestalteten Malecon, eine Küstenstraße, an der sich kleinere Lokale befinden. Darunter auch zwei von Deutschen betriebene Gaststätten, in denen etwa mit Currywurst oder Kartoffelsalat eventuell aufkommendem Heimweh gefrönt werden kann. Wer sich in Puerto Plata befindet, darf nicht vergessen, der örtlichen Rumfabrik Brugal einen Besuch abzustatten, immerhin ist der dominikanische Rum eines der wichtigsten Exportprodukte des Landes, der aber auch von den Einheimischen gerne konsumiert wird.
Außerdem wird Puerto Plata seit Neuestem von Kreuzfahrtschiffen angesteuert. Im westlich gelegenen Hafen Maimon lassen sich die Ozeanriesen bewundern.

Sosua, mein Ferienort mit dem Hotel Casa Marina Beach, beweist sich als quirliger Urlaubsort mit einer Vielzahl an Kneipen und Bars. Hervorragendes Essen mit einer traumhaften Sicht aufs Meer lässt sich im „Waterfront“ kombinieren.

Das Restaurant und Hotel bietet dazu einen perfekten Service. Nicht umsonst nutzen nicht nur Dominikaner bevorzugt das Waterfront für Feierlichkeiten wie Hochzeiten oder Ähnliches. Gutes Frühstück und auch ein passables Abendessen sind im „Baileys“ zu finden. Zudem lässt sich in dem offenen, palmgedeckten Restaurant beobachten, wer gerade so durch die Straßen flaniert.

Für mich persönlich zählt Sosua und eigentlich die gesamte Nordküste bis zur Halbinsel Samana zu den Traumzielen dieser Welt.

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