Bayern am Strand

Deutsche Urlauber-beliebtWird diese Frage den Deutschen gestellt, so sind die Antworten in der Regel sehr zurückhaltend. Wie die “Welt” herausgefunden hat, schätzen sich Deutsche keineswegs als gute Gäste ein. Sie meinen, mit ihrer landestypischen Art zu sehr im Widerspruch zu den Gepflogenheiten in Spanien, Frankreich, Italien oder Kroatien zu stehen, die ja zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen gehören. Selbst in den deutschsprachigen Ländern halten Sie Urlauber aus anderen Ländern, zum Beispiel die Franzosen, für wesentlich willkommener. Aber genau die und die Spanier wiederum halten die Deutschen für deutlich netter als sich selbst. Laut “Welt” finden sie die deutsche Zurückhaltung ausgesprochen sympathisch. Es scheint also, als würde der Blick von außen ganz andere Eindrücke bringen als die eigene Einschätzung.

Das globale Touristen Ranking

Als Maß der Dinge in der Beurteilung von Touristen aus aller Welt ist noch immer ein Ranking aus dem Jahr 2009, das durch die Befragung von 4.500 Hotelmanagern aus aller Welt zustande kam. Nach Kriterien wie Höflichkeit, Ordnung, Lautstärke, Zufriedenheit oder Großzügigkeit ergab sich eine Beurteilung der Gäste aus repräsentativen 27 Nationen, die viele deutsche Urlauber überraschen wird. Es langte zwar nicht für eine Medaille, aber der vierte Platz ist angesichts der eigenen Bedenken ein sehr respektables Ergebnis. Dass die stets überhöflichen, lächelnden und korrekten Japaner auf dem ersten Rang landeten, ist sicher keine Überraschung. Auch das ruhige Wesen der Briten und Kanadier auf Platz 2 und 3 ist für Hotelmanager angenehm. Aber dass die Deutschen die spendierfreudigsten Touristen der Welt, die US-Amerikaner, die freundlichen Schweden oder die pragmatischen Schweizer hinter sich lassen, hätte hierzulande keiner gedacht.

Deutsche sind weder geizig noch nörglerisch

Gerade das, was die Deutschen bei sich am stärksten kritisieren, sehen Ausländer ganz anders. In den Kategorien Trinkgeld und allgemeine Ausgabenbereitschaft stufen Hotelmanager die Gäste aus der Mitte Europas auf Platz drei ein. Bei den Beschwerden sieht es ähnlich aus, nur muss das Ergebnis aus Gründen der Verständlichkeit anders herum formuliert werden: 23 von 27 Nationen beschweren sich viel öfter als die Deutschen. Das Bemühen um Verständnis für das Land wird ihnen sogar mit Platz zwei honoriert.

Wo es nach Meinung der Hotelmanager bei ihren deutschen Gästen hapert, sind die Fragen des Stils. Hier gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen dem südeuropäischen und dem asiatischen Raum. In Fernost wird das Modebewusstsein der Deutschen erheblich höher eingeschätzt. Auch in den USA sind deutsche Touristen sehr gern gesehen. Hier liegen sie in der Beliebtheitsskala der europäischen Gäste auf Platz 3.

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